Unser Hostel haben wir recht schnell gefunden, zum Frühstück gabs Sushi vom 7\11 und einen ausgiebigen Spaziergang. MIt jede Menge Eindrücken (Zum Straßenbild gehören Automaten mit Getränken und Zigaretten, Japans beliebte Glücksspielhallen, die superlaut sind und in denen man in flipperähnlichen Maschinen mit silberne Kugeln um mindestens 7 Euro pro Runde spielt und natürlich dem Plastikessen, das vor jedem Restaurant steht.) Davon hungrig trieb es uns in ein kleines Lokal in dem ausschließlich Japaner waren und wir bestellten das auf den buntbebilderten Karten was uns am leckersten erschien. Wir haben gut ausgesucht. Lustig war, dass jeder Tisch einen Knopf hatte, der wen man ihn drückt ein wunderhübsches Kuckucksgeräusch zur Folge hat. Die Japaner scheinen das Geräusch gerne zu haben, ihre Ampel hören sich auch so an.
Satt und zufrieden ging unser Tokio Rundgang weiter. In den königlichen Gärten haben wir eine Pause gemacht und die Sonne genossen. Leider ging die dann auch ziemlich schnell unter, weswegen wir die Zeit bis wir in unser Hostel konnten (dazu gleich mehr) mit Kaffee trinken totgeschlagen haben.
In manchen vor allem traditionellen Hostels in Japan wird tagsüber geputzt und man darf nicht dabei zusehen, muss das Hostel also verlassen, abends hingegen sollte man pünktlich zuhause sein, sonst passiert es, dass man ausgesperrt wird.
Deswegen sind wir an diesem Abend nur ein paar Blocks weiter und haben uns richtiges japanisches Sushi gegönnt und waren pünktlich um 11 wieder zuhause.
Ich musste sowieso ins Bett, denn am nächsten Morgen gings für mich auf Mt. Fuji. Los ging der Tag mit zu frühem Aufstehen, weil mein Handyakku leer war und ich meine ipod Uhr nicht auf japanische Zeit gestellt hatte. Also stand ich um 5 Uhr morgens im Flur und wunderte mich warum es noch so dunkel ist. Zwei Stunden später gings dann wirklich los zur Busstation. Neben mir im Bus saß die Neuseeländerin Claire, die gerade in London lebt aber mit ihrer Nannyfamilie Verwandte in Japan besucht und auch ein bisschen Sightseeing macht.
Es war ein wunderschöner Wintertag und wir hatten super Sicht auf den berühmten Berg. Wir konnten bis zu Station 4 (von insgesamt 10) hinauffahren, wobei der Berg von dort nicht mehr wirklich beeindruckend wirkt. Mittags gabs Bento, "Setzkastenessen". Dann waren wir noch auf einem anderen Berg, mit toller Aussicht und einer etwas beängstigenden Gondel. Zurück im Hostel trafen wir noch auf Nathan aus San Francisco mit dem Elia und ich auf die Abfahrt unseres Busses nach Kyoto warteten.
Nach einer total erholsamen Nacht kamen wir morgens um 7 in Kyoto an. Dann gings ans Hostel suchen, Spazieren laufen, Tempel sehen, komische Babyfische essen, mehr laufen, Kaffeepause in einem der 50000 Starbucks machen, Postkarten schreiben, eine Busrundfahrt machen und wie ein echter Japaner dabei ein Nickerchen halten und endlich im Hostel einchecken dürfen. Abends waren wir in einem Labyrinth-Ninja Restaurant. Erst mussten wir unseren NInjalehrer durch dunkle Gänge folgen, dann das Passwort schreien, bevor wir in unsere Essnische geleitet wurden. Dort gab es 5 Gänge und eine Ninja-Show mit Karten- und Gummibandtricks. An Tag 2 in Kyoto wollten wir ein Schloss besuchen, das aber leider geschlossen hatte. Also sind wir wieder planlos rumspaziert, waren in Malls, haben uns leider erfolglos an japanischem Glücksspiel versucht, waren auf einem richtigen japanischen Markt mit jede Menger seltsamer und unbekannter Sachen, haben bei einem Hausbastelverein vorbeigeschaut und deren Glaskunstwerke bestaunen dürfen und sind schließlich wegen Regen ins Kino und haben 2012 gesehen. Abends sind wir auf das Bahnhofgebäude mit Rolltreppen gefahren und haben einen fantastischen Blick auf des nächtliche Kyoto gehabt. Bevor ich in den Bus steigen musste gings zum letztenmal richtig japanisch essen.
Am nächsten Tag war ich um 6 Uhr morgens in Tokio am Bahnhof. Von dort aus gings mit dem Zug weiter zum Flughafen und nach3 Stunden warten und 11,5 Stunden fliegen hatte ich wieder europäischen Boden unter den Füßen.
Oder eher ich stand mit dem Flugzeug auf europäischem Boden, aussteigen konnten wir nicht gleich, weil es keinen Parkplatz für uns gab. Nach einer halben Stunde war aber einer gefunden und wir konnten mit dem Shuttlebus zum FLughafengebäude gebracht werden. Leider sind jede Menge Flüge - vor allem nach Frankfurt - ausgefallen und jede Menge Menschen saßen in London fest. Ich konnte dann 2 Standbytickets - nach Frankfurt und nach München.
Glückskind wie ich bin hab ich das nach München gekriegt und habs so doch mit ein paar Stunden später nach Hause geschafft.
Es ist toll wieder hier zu sein, das Jahr war klasse, ich hab viel gesehen, kennen und lieben gelernt. Ich werde viel australisches vermissen, aber bestimmt nicht das erste und letzte Mal dort gewesen sein. Aber es gibt ja noch viel mehr zu sehen und zu entdecken. Und Ruhe vor mir habt ihr erstmal bestimmt nicht :P
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